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Haida

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Haida liegt an der Schwarzen Elster und wurde um einen heute noch zu erkennenden dreieckigen Dorfanger erbaut..

1349 wurde der Ort erstmals urkundlich als „Heyde“ erwähnt. 1589 zählte Haida 1 Richtergut ,10 Gehöfte und 2 Häusler, deren Bewohner dem Amt Mühlberg zu Frondiensten, Steuern und Erbgerichten verpflichtet waren. Von Mühlberg wurde stark auf Haida geachtet, da es 1664 an einem vom Würdenhainer Kretzschmann Hans Bräunig ins Werk gesetzten Aufruhr gegen den Mühlberger Amtsvogt Fuchs teilgenommen hatte.

Lange Zeit gingen die Haidaer Kinder nach Würdenhain in die Schule; dazu mussten sie mit einem Kahn über die Elster setzen. Um 1590 wurden sie vom Schneider Martinus Thiemig unterrichtet.

1912 wurde auf dem Dorfanger eine Schule erbaut, in der bis in die siebziger Jahre unterrichtet wurde.

1860 erwarben Leberecht Birnstengel und Hermann Köster aus Elsterwerda den Horkenplan und erhielten die Genehmigung zum Bau eines Ziegelofens, der als Zickzack-Ringofen mit 11 Einzelkammern einen kontinuierlichen Betrieb ermöglichte. Nach der Übernahme der Ziegelei durch Franz Heiligendorf aus Berlin begann die Ausbeutung der Haidaer Sand- und Kiesvorkommen. Der folgende Besitzer Eduard Ratz legte 1932 den Ziegelofen still und baute eine moderne Sieberei auf.

Ab 1. Juni 1874 fuhr die Oberlausitzer Eisenbahn von Kohlfurt über Biehla bis Falkenberg (später bis Wittenberg). Der Haidaer Bahnhof hieß kurioserweise "Haida (Oberlausitz", obwohl sich das Dorf in der Niederlausitz befindet. Heute halten in Haida keine Züge mehr.

1875 begann der Bauern Traugott Schmidt mit der ersten Kieferpflanzenzucht. Damit legte er den Grundstein für die Forstbaumschulen im Ort.

Kennzeichnend für Haida ist ein reges Vereinsleben. Es gibt den SV Diana Haida mit den Abteilungen Fußball, Kegeln, Tischtennis und Gymnastik. Weiterhin gibt es in Haida eine Freiwillige Feuerwehr, einen Angelverein und eine Landfrauengruppe.

Einwohner: 552 (Mai 2013)

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