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Stolzenhain an der Röder

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Stolzenhain liegt an der Großen Röder.

Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1406. Stolzenhain trägt den Charakter eines typischen Angerdorfes.

Mit seiner Gründung gehörte Stolzenhain zur Markgrafschaft Meißen. Durch deren Verschmelzung mit dem Kurfürstentum Sachsen im Jahr 1423 wurde der Ort sächsisch. Wie die Nachbarorte Saathain und Wainsdorf gehörte Stolzenhain bis 1475 den Freiherren von Köckeritz, danach bis 1716 den Freiherren von Schleinitz, die jeweils die Gutsherren von Saathain waren. Durch den Wiener Kongress von 1815 erfolgte eine Abtrennung von Sachsen und die Angliederung an das Königreich Preußen. Innerhalb Preußens wurde Stolzenhain Teil der nach 1815 durch eine Verwaltungsreform geschaffenen Provinz Sachsen.

Im Jahre 1833 kauften sich die Bauern im Zuge der Separation von den Frondiensten gegenüber den Gutsherren von Saathain frei.Zum Gedenken an die Gefallenen des Deutsch-Französischen Krieges wurde im Jahr 1879 ein Denkmal errichtet (Fotogalerie). Da nach diesem Krieg die Welt nicht friedlicher wurde, kam noch eins für die Gefallenen des 1. und eins für die Gefallenen des 2. Weltkrieges dazu. In den Jahren 1937/1938 wurde ein Gemälde an der Aussenwand der Dorfschule von Lektor Bruno Seener aus Dresden geschaffen. Es stellt die vier Jahreszeiten dar. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges gehörte Stolzenhain bis 1952 zu Sachsen-Anhalt, danach zum Bezirk Cottbus.

Zum bedeutendsten in Stolzenhain ansässigen Betrieb gehört die 1991 gegründete Lawi GmbH, die aus der früheren LPG hervorgegangen ist. Die Lawi bewirtschaftet nahezu die gesamten landwirtschaftlichen Flächen in der Gemeinde Röderland. Außerdem wurde das Holz-Zentrum Theile im Jahre 1990 in Stolzenhain gegründet, das 1997 in das Gewerbegebiet Ost im benachbarten Elsterwerda zog. Daneben gibt es in Stolzenhain noch einige kleine Gewerbebetriebe (Einzelhandel, Handwerk).

Einwohner: 404 (Mai 2013)

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